Mittwoch, 6. Oktober 2010

Duzen und Siezen – im Wandel?

Ich schrub ja früher einmal, daß ich mich oft gewundert habe, wie manchereine(r) auf die Idee kommt, sonst übliche Umgangsformen im engen Fahrgastraum der elfenbeinfarbenen Limousine einfach zu vergessen und  mich z.B. mit „Du“ anzureden – „Du Taxifahrerin“. Während ich mich früher öfter daran gerieben habe und auch fuchsig wurde sowie darauf hingewiesen habe, daß ich „für Sie immer noch Sie“ bin … gehe ich in jüngerer Zeit anders und teils interessiert damit um, wenn ich auch in diversen anderen Lebenssituationen auf das „Du“ treffe.
Mir fällt auf, daß ich meist zügig geduzt werde von jungen Leuten – und mich manchmal sogar drüber freue, weil es etwas Lockeres, Leichtes, vielleicht Freundliches mit sich bringt.
Vielleicht ändert sich einfach gerade dieser alte „Du/Sie“ Unterschied in der deutschen Sprache und damit im Umgang der Menschen untereinander durch die nachfolgenden jüngeren Generationen?
Vielleicht auch und nicht zuletzt durch unsere Buntheit der Abstammungen hier in der Kolonie? Oder wandelt es sich überhaupt – und nicht nur hier bei uns?
In wenigen Jahren werde ich es wissen.

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