.... im Gewerbe - bereiten mir oft den größten Spaß!
Schon vom ersten Tag an.
Die sind einfach solange dabei - daß sie sich selbst und das ganze Geschehen schon lange nicht mehr ernst nehmen müssen - und das eröffnet die Möglichkeit zu echtem Humor oder Sarkasmus, je nachdem, was gerade angebracht ist.
Heute traf ich einen von dieser Spezies an einem Halteplatz, an dem der in vier Jahrzehten vielleicht 20 Mal gesehen wurde .... ich hab´den eh schon lange nicht gesehen, er ist alt geworden. Er IST alt.
Normalerweise - trffst du den am Bahnhof. Nur in der Ferienzeit lassen sich eingefleischte Flughafen- und/oder Bahnhofsbediener mal an der Peripherie erwischen.
Heute war das so- und wir grinsten uns kurz an.
Es gibt so eine seltsame "Bekanntheit" bis "Vertrautheit" untereinander manchmal, die ich nicht wirklich erklären könnte. Vermutlich beruht diese erst einmal auf den sehr ähnlichen Erlebnissen und Wahrnehmungen im Job. Mit Sicherheit bedarf es eines gewissen Humors, um sich derart ohne Worte verständigen zu können, nur mit einem entsprechenden Blick bzw. Lachen. Und auch hier ist das Salz in der Suppe: Über sich selbst lachen können.
Dieser alte Hase von neulich - hatte ein paar Zähne verloren einstweilen. Er gehört noch zu denen, die ehemals "Goldkutschen" fuhren .... und den "Untergang des Gewerbes" erlebten. Vollblut-Kölscher. Er bekommt einen Auftrag - und ich habe die Spitze. Von dieser aus sehe ich, wen er da abgeholt hat - den Fahrgast habe ich bereits kennengelernt. Er fährt im Viertel um zwei Ecken für kleines Salär - und wieder zurück. Ich grinse den Kollegen an und halte meinen Daumen nach unten. Der ruft mir über die Strasse zu "Den kriegst DU gleich ...." und grinst ebenfalls. Er setzt wieder am Halteplatz an und will mir erzählen, wie weit die Tour ging - ich sage ihm, daß ich den Herrn bereits kenne und beim letzten Mal sogar einen Euro zuwenig kassiert habe, weil es eh sinnlos war .... wozu also aufregen?
Und dann sagt dieser eingefleischte, durchgefleischte Taxifahrer-Kollege, der vermutlich schon seit 50 Jahren durch die Kolonie fährt "Manchmal - muß man echt eine Faust in der Tasche machen."
Und ich bin wieder beruhigt - es ist alles in Ordnung mit meinen immer noch temporär aufkeimenden "Faust-in-der-Tasche" bzw. "Lass-es-einfach-Raus" Anfällen.
Freitag, 19. August 2011
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1 Kommentar:
Solche "Rezepte" mit Faust-in-der-Tasche machen der aufkeimenden Sippe der Traumatherapeuten- nach jedem Pups- aber gar keine Freude, höhö.
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