Gut - es ist noch nicht ganz das "idyllische Paradies" - höre die vorbeirauschenden Autos über Tag, lärmende Kinder auf dem Spielplatz unten (die manchmal nerven mit Geschrei und manchmal herzerfrischend Lachen machen mit ihren "Sprüchen" ...), manchmal kreuzen viele Flugzeuge den Himmel und lassen das Haus vibrieren. Dennoch - alles eine Gnade! Und was das "menschliche Paradies" betrifft - das findet sich auch nicht oben auf dem Berg, wo alles noch viel weitläufiger ist - so lernte ich es bei meiner ersten Runde hier - als ich ein paar Worte dort mit einem Mann wechselte und er mir, nach anfänglichem Mißtrauen mir gegenüber, über seine Schwierigkeiten mit der recht weit entfernten Nachbarschaft berichtete.
Nun fällt die Dunkelheit ein. Dachte ich anfangs noch enttäuscht - wieviel "Kirmesbeleuchtung" hier rundum im Grunde noch von der Straßenbeleuchtung herrscht - wundere ich mich nun des Morgens über eine einhüllende Dunkelheit, wenn ich aus der Tür trete. Wunderbar! Das Herbstfarbenspiel der Wälder ringsum ist ein Konzert der allerfeinsten Art. Und gerade gestern noch - war ich mehr als dankbar für die ringsum durch die Wälder gereinigte und wahrlich frische Luft, als ich aus der stickig-stinkigen Kolonie wieder hier anlandete.
Die Nachbarn lassen einen in Ruhe leben - Goldes wert. Und, was ich neulich erst "herausbekam", sie schätzen die Schätze der Natur. Ja, sie kennen ebenfalls den Genuß von köstlich-kraftvollen Brennesselspitzen als Gemüse. Und früher mal gab es im Garten jede Menge Kräuter in den Beeten - aber jetzt ist es zuviel Arbeit, weil sie ja zwei Domizile haben und über Frühjahr bis Herbst gerne ausfliegen.
Wie geschruben - eine Gnade, hier zu sein.
Keine Stadt der Welt zieht mich an.
Neben den vielen "Weltkrisen" - gibt es aktuell bzw. schon lange eine berufliche - doch ich darf mich hier immer wieder freudig und dankbar daran erinnern, wie schnell und mühelos das Leben für Veränderung sorgt, wenn die rechte Zeit dafür gegeben ist.
Die Dachschrägen - ich wohne erstmals so - erscheinen mir wie eine sanfte Umarmung des Himmels. Und sind so gemütlich. Für´s Gemüt. Die Wohnung selbst - ist einfach freundlich und sehr hübsch - jenseits von dunklen Energien, wie einst in der Kolonie reichlich vorhanden. Meine "begehbare Geheimkammer" hat mich heute morgen noch wiederholt lachen und staunen lassen - sie bleibt ein Hit. Fast freue ich mich schon auf meine nächste "Kehrwoche" - wenn ich all dieser Gnade einen kleinen, dankbaren Dienst erweisen kann.
Es ist wohl wahr - die Dinge fallen an ihren Platz, wenn die Zeit gekommen ist. Und eine Krise, kurzerhand umgestellt, ist ein Kreis.

2 Kommentare:
Ich glaube, Du bist eben so gerne für Dich wie ich für mich...
Gruß von Sonja
Ja - aber Du bist klüger als ich - weißt sogar, wie man das auch mit "Beziehung" ist. Lieben Gruß, Sati
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