Montag, 8. November 2010

Ein übler Fluch vom Samstag ....

.... löste sich gestern, am Sonntag, bereits mit Minimalschaden wieder auf - den Göttern sei Dank. Am gesamten Wochenende lief fast nichts, dafür bin ich noch einigermaßen glimpflich weggekommen am Abend. Die berühmten zwei Punkte auf dem Display waren keine Seltenheit - über 99 Minuten Wartezeit.Über eine Stunde habe ich oft gestanden. Samstag nachmittag hole ich zwei ältere Ehepaare von einer Ausstellung ab und fahre sie nach Hause.  Die beiden Frauen sitzen hinter mir und reden und reden .... vermeintlich kultiviert .... fest steht: Viel! Zwischendurch entfährt der ein oder anderen ein entsetztes Stöhnen. "Haaaaach!!!" tönt es hinter mir - ich registriere, daß sie sich aufgrund meiner Fahrweise beunruhigt geben. Sie haben beschlossen, diese für wild und gefährlich zu erachten und ein subtiles Drama abzuliefern. Ich fahre moderat, aber zügig. Es gibt nicht eine einzige, gefährliche Situation. Die beiden Männer schweigen. Als dieses hysterisch-unnötige und völlig überzogene "Angstgestöhne"  nicht nur lauter, sondern auch hinterfotziger wird, werde ich sauer. Beide "Haaaaaach!" .... und die Eine zur Anderen "Denkst du das Gleiche, wie ich?!"
Ich denke, ich mag diese hinterfotzigen Huddeln nicht.
Außerdem triggern sie bei mir Kindheitserlebnisse mit ähnlichen, libidofreien, steifen und besserwissenden alten Huddeln, etwa nach dem Motto "Kind, paß auf - gleich passiert was" - während ich mich bis hierhin absolut sicher gefühlt hatte. Wie treffend ist doch hier der Spruch "Verschrei es  nicht!". Genau solche vertrockneten Weiber samt ihrer rückgratlosen, schweigenden Ernährer und Begatter sind es, die das Unglück lauthals herbeirufen, wo alle Wege frei sind und keinerlei reale Gefahr droht! Ich merke, daß mir gleich die Worte aus dem Mund fallen .... bleibe aber moderat und sage lediglich sehr laut und unmißverständlich, daß es hier keinerlei Grund zur Aufregung oder Besorgnis gibt. Erstens fahre ich seit dreißig Jahren unfallfrei und zweitens gab es bisher nicht eine einzige auch nur annähernd gefährliche Situation! Worauf eine von den beiden mir äußerst unsympathischen Libidolosen erwidert, daß es immer ein erstes Mal gebe. Damit war es verschrien und besiegelt - daß ich einen Unfall haben werde.
Der Mann neben mir spricht nun und antwortet auf meinen Kommentar, seine Frau wäre immer so, sie würde immer so seufzen, obwohl nichts geschehen sei. Ich bemerke, daß mein Kopf daraufhin zustimmend und wissend nickt. Worauf sie ihm - und mir - fast in den Nacken springt und hysterisch meint "Jetzt fällst du mir auch noch in den Rücken!" Ich denke mir so meinen Teil: Welch eine Hölle, selbstgeschaffen und jahrelang kultiviert. Trinkgeld gibt es nicht von den Huddeln, "zur Strafe" für mein ungebührliches Verhalten. Oh, ihr Götter, was bin ich froh, daß ich kein Kind mehr bin und solchen prüden, lustlosen Weibern und maulfaulen, schneidlosen Männern nicht mehr ausgeliefert bin. 
Der mir prophezeite Unfall ereignet  sich bereits am nächsten Tag - ich setze im blühenden Wochenend-Chaos am Bahnhof zurück, vor mir geht nichts. Nach gut drei Jahrzehnten - übersehe ich quasi erstmals einen mittigen Pfeiler hinter mir ... und kriege einen Schlag in den Nacken. Ich gehe sofort auf die Bremse - und fahre dann langsam vorwärts raus, zunächst, ohne auszusteigen und nachzusehen. Peinlich, peinlich, peinlich ..... Später stelle ich erleichtert fest, daß die Limousine unbeschadet ist. Und der Fluch dieser widerlichen Huddeln- ist gelöst. Sehr sehr glimpflich. Danke!

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