Dieser unerträgliche Medienhype um "Gewalt von Rechts" warf mir die Frage auf, was das bitte ausgerechnet jetzt wieder soll? Seit ich denken kann, ziehen die Medien immer mal wieder die "Neonazis", die ja nicht "neo" sind, aus dem Hut und politisch wird zum -zigsten Male über ein NPD-Verbot debattiert.
Wozu also aktuell wieder dieses auf allen Kanälen gepuschte "Huch, wie schrecklich, es gibt Terror von rechts und wir haben nichts gemerkt!"?
Ich denke, es geht um das zügigere Durchbringen von Vorratsdatenspeicherung und noch mehr Überwachung.
Da es mit den üblichen Feindbildern - also zum Beispiel den Muslimen - bisher nicht funktioniert hat, versucht man´s nun anhand der German-Angst vor den wiederkehrenden Nazis durchzudrücken. Denn hier hat mensch in Deutschland ein schweres Erbe übernommen und ist nach wie vor nicht frei in der eigenen Haltung, darf sich aufgrund des häßlichen Erbes also kein eigenes Bild machen und schon gar nicht laut. Auch nicht bezüglich des KZ´s namens Gaza-Streifen, dessen Bilder wir in unsere Wohnräume auf neue und (immer mehr) raumeinnehmende Flachbildschirm-Fernseher geliefert bekommen. Daß gerade vor wenigen Tagen Tausende firiedlich demonstrierende US-amerikanische Bürger mit brutaler Polizeigewalt von ihren Plätzen vertrieben wurden, darf ich hier ergänzen "Staatsgewalt" gegen die eigenen Leute ... global ... wird nicht derart medial gepuscht - es sei denn, es geschieht in Libyen oder Syrien. Zürich oder Stuttgart finden kaum mediale Erwähnung. Andauernde Bürgerproteste in Athen, Madrid, Rom, London, wo ebenfalls massive Polizeigewalt gegen die Leute zum Einsatz gebrachrt wird. fallen in den ÖR-Medien so gut wie unter den Tisch bzw. werden wie immer kommentiert mit "(Links-) radikale Demonstranten ....", worauf der gut-dressierte Medienkonsument schon wieder geistig abschaltet. Wieso gibt es zu den Bürgerbewegungen keinen vergleichbaren Medien-Hype?
Jetzt soll die allgemeine Aufmerksamkeit mal wieder abgezogen werden - wie so oft - auf andere "Feindbilder" und "Bedrohungen". Wieso reden wir nicht mal derart exzessiv über die Gewaltbereitschaft von Polizisten und Soldaten gegen die eigene Bevölkerung und gegen die unschuldige Zivilbevölkerung in fremden, von ihnen besetzten Ländern? Und über öffentlich geäußerte Befürwortung der deutschen Kanzlerin zur Exekution eines Bin Laden? Gewalti-ge Unterschiede?
Nebenbei: Ich habe keine Sympathie für Nazi-Gedankengut, im Gegenteil. Denoch finde ich die einzige öffentlich erlaubte Haltung verlogen und es gibt nun einmal viele Menschen auf dem Planeten, die noch lernen müssen, daß es keine Ausländer gibt und daß wir besser daran tun, sämtliche medial-indoktrinierten Feindbilder aufzulösen.
Allein die Zusammensetzung der Bevölkerung in diesem schönen Lande macht es doch de facto unmöglich, wieder in den Sumpf der Geschichte zurüchzufallen. Zum Glück. Dazu leben wir ja auch schon seit ein paar Jahrzehnten mit fortschreitender Globalisierung, mit all ihren positiven und negativen Aspekten ....
Also stellt sich hier wie iimmer die Frage: "Cui bono?" = Wer Will Was damit erreichen?
Diese Frage stellt sich gleichermaßen beim Griechen-Bashing ("faul und unprduktiv"), beim Senioren-Bashing ("unproduktiv, zuviel Rente, zu teuer"), beim Kinderr-Bashing ("dumm und hyperaktiv"), Sozialleistungs-Empfänger-Bashing ("faule Schmarotzer") und so weiter und so fort.
Teile und Herrsche
Säe emsig Unfrieden unter ihnen
Und halte die Masse damit beschäftigt
Wie eh und je
Und es soll Dein Schaden nicht sein,
Sondern der ihre.
Amen.
So wie die Medien es tun, darf ich mich hier ebenfalls immer einmal erneut zum Thema wiederholen .... vielleicht hört es ja jemand beim Lesen und macht sich neue Gedanken.
Übrigens - anderes Thema als obige Manipulation der Medienbesitzer - hat diese Region Germanien und Teutschland ein viel umfangreicheres und vielfältigeres Erbe als die menschenverachtende und -vernichtende Zeit unter einem kleinwüchsigen, schwarzmagisch-fasziniertem Österreicher namens Hitler (und seinen zahlreichen Mit- und Zuarbeitern), der eine neue "Menschenrasse" züchten wollte, die erstaunlicherweise dem genauen Gegenteil seiner eigenen Erscheinung entsprach - aber diese absurde Paradoxie hat wohl damals wie heute auch leiner bemerkt? Sollte sich jemand von den rechts Gesinnten hierhin verirrt haben - würde mich durchaus interessieren, wie er/sie sich dies erklärt? Und wie ist es zu erklären, daß der Herr Hitler sich reichlich der indischen Mythologie bediente, um eine "neue deutsche Rasse" (Arier, Swastika) zu erschaffen? Hä?
In Abwandlung eines mir nicht entsprechenden, bekannten Spruches noch dies: Ich bin ganz froh, in Deutschland zu leben. Dieser Zu-Fall meiner Geburt ließ es mir bisher gut ergehen.
Nicht nur wegen der üppigen und vielfältigen Schönheit der Landschaft und des guten Lebensstandards, sondern auch aufgund der Vielfältigkeit der Menschen, die hier - meistens tolerant - zusammenleben. Besonders hier in der Kolonie. Und nicht zuletzt in meinem Berufszweig.
Zu guter Letzt noch die einzig hilfreiche Empfehlung gegen Rassismus:
Inter-esse. Am jeweiligen Gegenüber.
AWEN.

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