Dienstag, 17. Januar 2012

Gediegen und äußerst angenehm - reines Balsam

Heute vormittag fuhr ich einen älteren, einheimischen Herrn zu seinem Wunschziel. Bereits am Telefon - er meldete sich über die Rufsäule am Halteplatz - konnte ich eine sehr bodenständige, sehr ruhige Art heraushören, die mir sehr wohl tat. Ich bin immer noch "zu schnell" und "zu ungestüm". Solche Leute sind wie balsamischer Baldrian, wohlig warm und sonnig. Ich genoss es also - und ging gerne mit ihm in eine sehr gelassene Atmosphäre. Wir unterhielten uns über diverse aktuelle und vergangene Bauprojekte  in der Kolonie, er kannte sich gut aus damit. Dafür kannte ich den Weg doch noch besser als er, obwohl ich zuvor einen kurzen Blackout hatte. Eine dieser Strassen, die ich regelmäßig mit einer anderen verwechsle - immer wieder der gleiche Knoten im Hirnapparator. Aber wenn ich´s wieder hab´, dann hab´ich´s auch.
Beim Aussteigen bedankt er sich herzlich und sagt "Es war sehr angenehm mit Ihnen". Ja, das gebe ich ihm gerne zurück, ich hab´ ihn auch genossen.  Mittags noch so eine Sonne, diesmal eine Frau. Ich erzähle ihr von einer sehr interessanten Radiosendung, der ich die Stunde zuvor aufmerksam lauschte. Thema war, wie RichterInnen mit dem menschlichen Zwiespalt zwischen ihren eigenen Emotionen und der erforderlichen Beurteilung der reinen Beweislage umgehen. Empfehle ich hier mal wärmstens als Podcast weiter, Titel ist "Im Namen des Volkes". 
Auch interessant im Hinblick auf die zuvor genannten "Scheiß-Spiele" in Sachen Macht und Profilierung, im Feature u.a. auch "Hahnenkämpfe" und "kleinliches Kasperltheater" genannt. Und es geht um "Urteile" ...

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