Als ich die Dame abhole, ist der Himmel "norddeutsch",
wie ich es sehr liebe: Dunkle Wolken im Wechsel mit hellen und
stellenweise blauer Himmel mit Sonnenschein. Alles da, die ganze
Schönheit. Über den Tag wechseln sich Schauer mit trockenen Phasen ab.
Aprilwetter heißt das wohl ... auch die Januar-Temperaturen liegen im
sehr milden Bereich - kein Klimawandel in der Kolonie, sondern durchaus
üblich, wenn kein erstaunlicher Winter das mediterrane Klima
durcheinanderwirbelt.
Die ältere Dame steigt ein und lamentiert sofort:
"Ach, ist das nicht fürchterlich, schon wieder so dunkle Regenwolken."
Ich erwidere sehr ungehalten ob derartiger Ignoranz von soviel Schönheit
wie aus der Pistole geschossen = genervt: "Dann schauen Sie doch auf
die andere Seite - da haben Sie doch alles, was sie wollen!"
Tatsächlich
ist der Himmel gespalten - rechts die dunklen Wolken und links das
herrliche Lichter- und Wolkenspiel. Selbst schuld, wer nur das Dunkle
sehen will und einseitig schaut.
Während der Fahrt - ist Ruhe im Karton. Und der Himmel weit.
Dienstag, 10. Januar 2012
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