Das Andere: Ich gebe heute fröhlich auf, lasse es sein. Sortiere, was ich zu sortieren habe - davon habe ich noch reichlich - und gehe Schnee schieben, wenn es taghell wird - im Rahmen meiner Hauspflegewoche. Und ich genieße es - mich entscheiden zu dürfen - für das Eine oder das Andere. Ein Anruf ist schnell getätigt gegen halb sechs. Alles klar, kein Problem. Fein. Der übliche "Mindfuck" - darf heute entfallen.
Was der Tag tasächlich bringt - wird sich zeigen. Natürlich gibt es unzählige Optionen von Seiten des richtigen Lebens - nicht nur die zwei, die mir als Bild erschienen.
Die erste Abwandlung meiner Entscheidung findet bereits statt: Der Nachbar von unten schiebt gerade, seit halb sieben, tatkräftig den Schnee zur Seite. So hat sich also dieser Teil meines Tagesplans bereits gewandelt.
Einem alten Gewissensimpuls - ging ich nicht nach, ich konnte gerade noch wiederstehen, hinunterzulaufen und ihm mitzuteilen, daß ich das unbedingt nachher machen möchte. Was getan ist - ist getan. Wenn einer schneller ist als ich - und in solchen Fällen ist das keine Schwierigkeit - bittesehr. Ich verzichte also - auch heute wieder - auf die Vergabe eines Arbeiter-Denkmals an meine Person. Und lerne weiter - umzudenken. Sanftmut - statt sinnfreiem K(r)ampf. Oder so .... Der Verstand ist einverstanden - auch bei ihm ist Winter eingekehrt und eine gewisse, mit milder Müdigkeit verbundene Einsicht, daß ein altbekanntes "Weiterkämpfen" mit magerem Erfolg zu nichts Neuem führt. Heute ist das "(Mich) Versagen" schon viel süßer. In der Erinnerung an den Herrn Einstein, der ja mal sinngemäß gesagt haben soll, daß ein mensch seine Hindernisse nicht derart bewältigt, indem er immer wieder das Gleiche tut. Schönes Bild von der wilden Gans dazu: Das Fenster aufmachen und ein Lied singen. Danke für die Anregung.

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