Freitag, 4. Juni 2010

Griechenland und Tunnelblicker ....

vom 05. Mai 2010 

.... hoppla,
lange keine TV- und/oder Netzbilder mehr gesehen .....
da ist ja einiges am Kochen in Griechenland.
Völlig zu recht. Ehrlich gesagt - höchste Zeit!

Wenn ich nicht völlig falsch liege, ist die griechische Mentalität etwas heißblütiger und somit auch widerständiger als die in diesem Lande.
Die meisten Kommentare in den MSM zu den Aufständen in Griechenland sind natürlich wie immer vor-geschrieben und gekauft - so wie die meisten "Journalisten" ja nur noch SprecherInnen sind und nichts mehr recherchieren. Interessant, auf den sogenannten Nachrichtensendern mal aufmerksam auf die Wiederholung immer gleicher Bildsequenzen zu achten - und besonders auf die angepeilte Suggestion bestimmter Collagen/Fotomontagen!

Autonome Jugendliche, die Molotov-Cocktails werfen, sind die Bösen ... blabla .... mensch, so blöde kann doch niemand mehr sein, die alte MSM-Leier zu glauben?

Leider doch - habe in jüngster Zeit noch einige solcher recht-hoffnungslos Verblendeter in der elfenbeinfarbenen Limousine getroffen.
Ein Sahnehäubchen waren zwei führende Köpfe der GdP, Polizeigewerkschaft, die zum FDP-Parteitag geladen waren und sich tatsächlich auf den Vortrag des peinlichen Westerwelle zu freuen schienen. Nach einem kurzen, freundlichen Wortwechsel mit mir vergaßen sie meine Anwesenheit und unterhielten sich intern über den aktuellen Einsatzleiter am 1.Mai in Berlin - mit dem sinngemäßen Fazit, daß das endlich mal kein Weichei sei und die Randalierer - Zitat: - "hoffentlich mal so richtig auf die Fresse kriegen". Ja, das wäre wünschenswert, dann gebe es nicht soviele verletzte Kollegen.
Wollte das eigentlich sehr diskret für mich behalten, da ich auch eine gewisse Besorgnis um Kollegen gut verstehen kann - aber was ich da an Bildern aus den Strassen Griechenlands sehe, inspiriert mich doch dazu, hier mal eindringlich dran zu erinnern, daß es die weitaus beste Lösung ist, gar nicht erst gegeneinander anzugehen - sondern sich friedlich zu verbünden gegen die drahtziehenden Arschlöcher, die tatsächlich für die durchaus berechtigten Krawalle sorgen - und diesen endlich die Zügel aus der Hand zu nehmen. Wir müssen ihnen endlich sagen, daß sie jetzt nicht mehr  weiterspielen dürfen. Sie müssen endlich mal eine richtige Arbeit machen! (Das war für dich, Guido)

Betonung auf "friedlich". Ein gewaltfreier, gemeinsamer, ruhiger Marsch auf Regierungs- und Finanzzentren - reicht völlig aus! Was für ein schönes Bild - friedlicher Marsch von Millionen EU- und Weltbürgern auf die "Finanzzentren" .... Börsen, "Rating-Agenturen", (Regierungs-) Paläste ... eben alle Stätten, wo skrupellos & wissentlich mit Milliarden von Menschenleben gezockt wird. 

Was derzeit auf den griechischen Strassen abgeht - ist wegweisend für viele von uns. Und ich hoffe inständig darauf, daß die "Staatsbediensteten" aufwachen, sich erinnern, wer der Staat im Grunde ist - nämlich die Summe seiner Menschen - und kapieren, daß sie sich & ihre Liebsten im Grunde selbst mit Tränengas u.a. Waffen bekämpfen. 

Gleiches gilt für jeden Soldaten auf diesem Planeten. Für mich völlig unkapierbar, gegen wen so ein Soldat eigentlich zu kämpfen glaubt? Vielleicht treffe ich bald mal einen, der mir seine Beweggründe erläutern kann .... es kann doch nur Angst sein. Wer keine Angst hat - braucht nicht gegen andere zu kämpfen.

Jetzt zu den anderen Verblödeten, die ich traf - und die ich für weit übler halte, als die Herren von der  Polizeigewerkschaft, die ja wenigstens noch ein Stück weit von der Besorgnis um ihre "Kameraden" getragen waren. Ist zwar nicht wirklich meine Welt aber immerhin ging es dabei noch um andere Menschen.

Ich fuhr einen jungen Mann, der mit seinen 27 Jahren darüber stöhnte, wie schwer doch das Leben sei.  Ich wundere mich, lache laut über soviel Schwermut und sage, er müsse wohl ein eher ernster Mensch sein, um in seinen jungen Jahren schon so zu reden? Ja - ob daran etwas verkehrt sei? Nein - ich stelle es nur heraus, denn das wird ein Grund für die Schwere des Lebens sein ...abgekürzt erzählte er dann, daß er selbstständig sei und die Schwere seines Lebens wurde zum größten Teil dadurch bestimmt, daß er seines Erachtens nach viel zu hohe Steuerabgaben hätte. Deshalb würde er im Mai den Westerwelle wählen, denn der verspräche ja Steuererleichterung. Ich sei doch sicher auch selbstständig? Ich denke nur bei mir: Ja, mein lieber Junge, aber offiziell bin ich angestellt, fahre auf Prozente vom Umsatz und wenn keiner kommt, geht alles auf meine eigene Kappe - davon bezahle ich ein paar Sozialabgaben - und wenn ich krank bin, gibt es nichts. Wie bei ihm? Ja, nur, daß mein Umsatz so albern ist, daß ich eh nichts mehr abzugeben habe .... und dennoch empfinde ich das Leben nicht als grundsätzlich schwer und habe oft viel zu lachen. Ich gebe gerne das Lachen weiter .... das ist aber mit Geld & Gold gar nicht bezahlbar!

Ich versuche, ihm zu vermitteln, daß er von allen Etablierten verarscht wird und besser erst gar niemanden von denen wählt .... aber ich gebe nicht zuviel Energie rein, denn er hat diesen Tunnelblick, mit dem mensch eh keine größeren Zusammenhänge versteht.
Die andere Begegnung der ätzenden Art: Eine mehrfache Hausbesitzerin beklagt sich bei mir über die wachsenden Abgaben. Und über die schlimme Jugend, die ja nur herumlungert und nicht arbeiten will. Mir ist speiübel .... die althergebrachte Spießer-Argumentation von solchen, die nicht sehen, wie die Welt sich ändert - in Riesenschritten! Sie zetert über die faulen Hartz-IVler und ich sage ihr "Wissen Sie, das sind alles Peanuts - das Geld wird ganz woanders verzockt und da muß sich jeder mal im Zeitalter der Venetzung selbstverantwortlich über die größeren Zusammenhänge schlau machen. Was die Hetze über Hartz-IV -Empfänger betrifft - was ich schon immer gehasst habe ist dieses Nach oben buckeln - und nach unten treten" und daß die Jugendlichen sich sicher auch bessere Perspektiven wünschen für´s Leben ... Sie versteht kein Wort. Fängt wieder von vorne an, "aber", und ich merke - das ist pure Energieverschwendung. Hoffnungslos.

Das Rad des Lebens dreht sich - sehr schnell weiter - und ich wundere mich aufrichtig, daß solche Gestalten versuchen, es mit Muskelkraft aufzuhalten ...... um ein paar alberne Pfründe zu sichern .... die sie ohnehin wieder abgeben müssen.

Bin in Gedanken bei allen Griechen und Griechinnen und wünsche mir von Herzen die wundersam-einfache Änderung, wie ich´s oben versucht habe, zu beschreiben: Eine sich möglichst friedvoll ausbreitende La-Ola des Begreifens  ...

.... hoppla,
lange keine TV- und/oder Netzbilder mehr gesehen .....
da ist ja einiges am Kochen in Griechenland.
Völlig zu recht. Ehrlich gesagt - höchste Zeit!

Wenn ich nicht völlig falsch liege, ist die griechische Mentalität etwas heißblütiger und somit auch widerständiger als die in diesem Lande.
Die meisten Kommentare in den MSM zu den Aufständen in Griechenland sind natürlich wie immer vor-geschrieben und gekauft - so wie die meisten "Journalisten" ja nur noch SprecherInnen sind und nichts mehr recherchieren. Interessant, auf den sogenannten Nachrichtensendern mal aufmerksam auf die Wiederholung immer gleicher Bildsequenzen zu achten - und besonders auf die angepeilte Suggestion bestimmter Collagen/Fotomontagen!

Autonome Jugendliche, die Molotov-Cocktails werfen, sind die Bösen ... blabla .... mensch, so blöde kann doch niemand mehr sein, die alte MSM-Leier zu glauben?

Leider doch - habe in jüngster Zeit noch einige solcher recht-hoffnungslos Verblödeter in der elfenbeinfarbenen Limousine getroffen.
Ein Sahnehäubchen waren zwei führende Köpfe der GdP, Polizeigewerkschaft, die zum FDP-Parteitag geladen waren und sich tatsächlich auf den Vortrag des peinlichen Westerwelle zu freuen schienen. Nach einem kurzen, freundlichen Wortwechsel mit mir vergaßen sie meine Anwesenheit und unterhielten sich intern über den aktuellen Einsatzleiter am 1.Mai in Berlin - mit dem sinngemäßen Fazit, daß das endlich mal kein Weichei sei und die Randalierer - Zitat: - "hoffentlich mal so richtig auf die Fresse kriegen". Ja, das wäre wünschenswert, dann gebe es nicht soviele verletzte Kollegen.
Wollte das eigentlich sehr diskret für mich behalten, da ich auch eine gewisse Besorgnis um Kollegen gut verstehen kann - aber was ich da an Bildern aus den Strassen Griechenlands sehe, inspiriert mich doch dazu, hier mal eindringlich dran zu erinnern, daß es die weitaus beste Lösung ist, gar nicht erst gegeneinander anzugehen - sondern sich friedlich zu verbünden gegen die drahtziehenden Arschlöcher, die tatsächlich für die durchaus berechtigten Krawalle sorgen - und diesen endlich die Zügel aus der Hand zu nehmen. Wir müssen ihnen endlich sagen, daß sie jetzt nicht mehr  weiterspielen dürfen. Sie müssen endlich mal eine richtige Arbeit machen! (Das war für dich, Guido)

Betonung auf "friedlich". Ein gewaltfreier, gemeinsamer, ruhiger Marsch auf Regierungs- und Finanzzentren - reicht völlig aus! Was für ein schönes Bild - friedlicher Marsch von Millionen EU- und Weltbürgern auf die "Finanzzentren" .... Börsen, "Rating-Agenturen", (Regierungs-) Paläste ... eben alle Stätten, wo skrupellos & wissentlich mit Milliarden von Menschenleben gezockt wird. 

Was derzeit auf den griechischen Strassen abgeht - ist wegweisend für viele von uns. Und ich hoffe inständig darauf, daß die "Staatsbediensteten" aufwachen, sich erinnern, wer der Staat im Grunde ist - nämlich die Summe seiner Menschen - und kapieren, daß sie sich & ihre Liebsten im Grunde selbst mit Tränengas u.a. Waffen bekämpfen. 

Gleiches gilt für jeden Soldaten auf diesem Planeten. Für mich völlig unkapierbar, gegen wen so ein Soldat eigentlich zu kämpfen glaubt? Vielleicht treffe ich bald mal einen, der mir seine Beweggründe erläutern kann .... es kann doch nur Angst sein. Wer keine Angst hat - braucht nicht gegen andere zu kämpfen.

Jetzt zu den anderen Verblödeten, die ich traf - und die ich für weit übler halte, als die Herren von der  Polizeigewerkschaft, die ja wenigstens noch ein Stück weit von der Besorgnis um ihre "Kameraden" getragen waren. Ist zwar nicht wirklich meine Welt aber immerhin ging es dabei noch um andere Menschen.

Ich fuhr einen jungen Mann, der mit seinen 27 Jahren darüber stöhnte, wie schwer doch das Leben sei.  Ich wundere mich, lache laut über soviel Schwermut und sage, er müsse wohl ein eher ernster Mensch sein, um in seinen jungen Jahren schon so zu reden? Ja - ob daran etwas verkehrt sei? Nein - ich stelle es nur heraus, denn das wird ein Grund für die Schwere des Lebens sein ...abgekürzt erzählte er dann, daß er selbstständig sei und die Schwere seines Lebens wurde zum größten Teil dadurch bestimmt, daß er seines Erachtens nach viel zu hohe Steuerabgaben hätte. Deshalb würde er im Mai den Westerwelle wählen, denn der verspräche ja Steuererleichterung. Ich sei doch sicher auch selbstständig? Ich denke nur bei mir: Ja, mein lieber Junge, aber offiziell bin ich angestellt, fahre auf Prozente vom Umsatz und wenn keiner kommt, geht alles auf meine eigene Kappe - davon bezahle ich ein paar Sozialabgaben - und wenn ich krank bin, gibt es nichts. Wie bei ihm? Ja, nur, daß mein Umsatz so albern ist, daß ich eh nichts mehr abzugeben habe .... und dennoch empfinde ich das Leben nicht als grundsätzlich schwer und habe oft viel zu lachen. Ich gebe gerne das Lachen weiter .... das ist aber mit Geld & Gold gar nicht bezahlbar!

Ich versuche, ihm zu vermitteln, daß er von allen Etablierten verarscht wird und besser erst gar niemanden von denen wählt .... aber ich gebe nicht zuviel Energie rein, denn er hat diesen Tunnelblick, mit dem mensch eh keine größeren Zusammenhänge versteht.
Die andere Begegnung der ätzenden Art: Eine mehrfache Hausbesitzerin beklagt sich bei mir über die wachsenden Abgaben. Und über die schlimme Jugend, die ja nur herumlungert und nicht arbeiten will. Mir ist speiübel .... die althergebrachte Spießer-Argumentation von solchen, die nicht sehen, wie die Welt sich ändert - in Riesenschritten! Sie zetert über die faulen Hartz-IVler und ich sage ihr "Wissen Sie, das sind alles Peanuts - das Geld wird ganz woanders verzockt und da muß sich jeder mal im Zeitalter der Venetzung selbstverantwortlich über die größeren Zusammenhänge schlau machen. Was die Hetze über Hartz-IV -Empfänger betrifft - was ich schon immer gehasst habe ist dieses Nach oben buckeln - und nach unten treten" und daß die Jugendlichen sich sicher auch bessere Perspektiven wünschen für´s Leben ... Sie versteht kein Wort. Fängt wieder von vorne an, "aber", und ich merke - das ist pure Energieverschwendung. Hoffnungslos.

Das Rad des Lebens dreht sich - sehr schnell weiter - und ich wundere mich aufrichtig, daß solche Gestalten versuchen, es mit Muskelkraft aufzuhalten ...... um ein paar alberne Pfründe zu sichern .... die sie ohnehin wieder abgeben müssen.

Bin in Gedanken bei allen Griechen und Griechinnen und wünsche mir von Herzen die wundersam-einfache Änderung, wie ich´s oben versucht habe, zu beschreiben: Eine sich möglichst friedvoll ausbreitende La-Ola des Begreifens  ...

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